Um 5 Uhr morgens machten wir uns zusammen mit dem Chor (da singe ich auch mit) sowie einigen Ärzten mit einem eigenen Dalla-Dalla (Kleinbus) und zwei Landrovern auf den Weg zur Hochzeit. Wir durften im Auto mitfahren, allerdings im Kofferraum. Um 8 Uhr sind wir dann in Makwayi angekommen, wo Tabitha und ich im Auto erst mal farblich auf Vordermann brachten, was für unsere Mitreisenden sehr interessant war.

Anschließend ging es zur Kirche, wo wir ganz herzlich in Empfang genommen wurden. Um 11 Uhr ging die Messe los. Wir hatten ganz vorne unsere Sitzplätze und einen tollen Blick auf die drei Brautpaare (beide Brüder heirateten am Tage der Goldhochzeit der Eltern). Allerdings ist so eine Hochzeit hier emotionsloser als in Europa, gesungen und geklatscht wird aber viel.

Nach der Messe um 13:30 Uhr ging dann sofort die Party los. Erstaunt waren wir über die Location, einen großen Sportplatz zurechtgemacht mit Bühne für die Paare und Tribüne für die Zuschauer. Über 200 Leute waren eingeladen plus noch die "Village-People". Zu essen gab es reichlich an Reis und Nudeln und sogar Fleisch. Da wir geladene Gäste waren, erhielten wir Zutritt zum Essensraum. Nach dem Essen haben wir uns unter die "Village-People", d.h. die nicht geladenen Gäste aus dem Dorf, gemischt und dort viel getanzt. Natürlich wurden wir sehr  bestaunt, der eine zeigt es mehr, der andere weniger. Die Party für die geladenen Gäste nach 20 Uhr war weniger wild und leider wurde auch weniger getanzt. Also sind wir wieder raus und Markus, unser deutscher Kollege, erfand den "Musumgu Dance" (Musumgu = der Weiße), den wir anschließend den Brautpaaren ebenfalls vorführen durften. Das Abendessen gab es erst um 24 Uhr und OHNE Besteck. Die rechte Hand wird also gewaschen und getreu nach dem Motto "von der Hand in den Mund"... Essenfassen...

Bis spät in die Nacht wurde gefeiert und alle waren schon sehr betrunken. Nur wir nicht... entweder sind wir trinkfester oder enthaltsamer... Um 5 Uhr morgens sind wir wieder Richtung Litembo aufgebrochen...